Auf die E-Bikes, fertig, los: Die neue Traunviertel-Tour ist Hochgenuss und Geheimtipp zugleich!

4 Regionen, 6 Etappen, 7 Tage, 460 Kilometer, ca. 5.000 Höhenmeter sowie unzählige spektakuläre Ein- und Ausblicke: Die Traunviertel-Tour führt zu den schönsten Plätzen Oberösterreichs und verbindet die Ufer der Steyr und der Enns mit den Traumlandschaften des Alpenvorlandes sowie den Gipfeln des Toten Gebirges. Ideal für Kurzurlauber aus der Region sowie für E-Biker, die gerne ohne großes Gepäck unterwegs sind: Die Tour kann auch in zwei mehrtägigen Schleifen befahren werden.

Umweltfreundlich, bequem, gesund und auch in Coronazeiten bestens geeignet, um den gebotenen Abstand einhalten zu können: E-Biken boomt – was sich auch daran zeigt, dass in Österreich bereits mehr als 40 Prozent aller Fahrräder inzwischen mit elektrischer Unterstützung dahergerollt kommen.

Um dem ständig steigenden Bedürfnis nach passenden Routen und Service-Angeboten gerecht zu werden, haben die Tourismusverbände Steyr und die Nationalpark-Region, Traunsee-Almtal, Bad Hall und Pyhrn-Priel im vergangenen Sommer gemeinsam die Traunviertel-Tour ins Leben gerufen.

Stadt, Land, Fluss – aber auch Seen, Wälder und Berge: Auf 460 km Länge reihen sich Natur- und Kultur-Highlights wie Perlen an eine Kette und machen die Traunviertel-Tour zu einer der abwechslungsreichsten Mehrtagesrouten des gesamten Landes.

Dazu kommt ein dichtes Netz an öffentlichen E-Ladestationen sowie eine Vielzahl an radfreundlichen Übernachtungs- und Gastronomiebetrieben, die neben Kost und Logis auch umfangreiches Kartenmaterial und DIY-Reparaturmöglichkeiten bieten. 

Wer die Traunviertel Tour nicht in sieben aufeinanderfolgenden Tagen absolvieren will, kann sie auch auf zwei Schleifen (und zwei Kurzurlaube) aufteilen:
Schleife 1 führt als KUL-TOUR-Route von Steyr über Schlierbach, Grünau, Gmunden, Kremsmünster und Bad Hall wieder zurück nach Steyr.
Schleife 2 startet und endet ebenfalls in Steyr. Auf der NA-TOUR-Route radelt man durch Teile des Hintergebirges, des Nationalparks Kalkalpen und die Urlaubsregion Pyhrn-Priel.

Etappe 1: Von Steyr nach Schlierbach
Dauer: ca. 4 Stunden
Länge: 52,5 km
Höhenmeter: 560

Erlebnisreich, ohne größere Höhenunterschiede und auf asphaltierten Landesradwegen: Die erste Etappe ist der perfekte Einstieg in die Traunviertel-Tour! Von Steyr führt sie durch herrliche Fluss- und Aulandschaften bis nach Schlierbach. Stopps lohnen nicht nur an den zahlreichen Rastplätzen, sondern auch in Bilderbuchstädtchen und -dörfern wie Steinbach/Steyr, Grünburg, Leonstein, Molln und Kirchdorf.

Unser Extra-Tipp: Unter Genussradlern gelten ein Besuch in der Schokoladenmanufaktur Kirchdorf sowie ein Abstecher zur Schaukäserei im Stift Schlierbach als absolute Musts!

Etappe 2: Von Schlierbach nach Gmunden
Dauer: ca. 6 Stunden
Länge: 81 km
Höhenmeter: 850

Kultur und viel Natur stehen heute auf dem Programm. Vom Stift Schlierbach geht es in Richtung Almtal mit seinem romantischen Almsee. Von hier hat man einen tollen Ausblick auf fünf benachbarte Berggipfel, die auch als Almtaler Sonnenuhr bekannt sind. Woher der außergewöhnliche Name stammt? Ganz einfach: Morgens steht die Sonne direkt über dem Neunerkogel, bevor sie über den Zehnerkogel und den Elferkogel bis zum Zwölferkogel wandert. Dort ist sie tatsächlich pünktlich zur Mittagszeit zu sehen. Gegen 13 Uhr erreicht sie dann den Einserkogel.

Unser Extra-Tipp: Auf dem Weg in Richtung Etappenziel am Traunsee passiert man den Cumberland Wildpark Grünau – Heimat von 500 Tieren sowie einzigartiges Ökosystem mit angeschlossener Konrad-Lorenz-Forschungsstation. Ein Besuch bei Biber, Braunbär, Luchs und Fuchs lohnt sich!

Etappe 3: Von Gmunden nach Bad Hall
Dauer: ca. 4 Stunden
Länge: 57 km
Höhenmeter: 520

Nach einer Nacht in Gmunden und einer Bootsfahrt auf dem Traunsee geht es entlang der geschichtsträchtigen Traun nach Laakirchen. Den weiteren Weg über Kirchham, Vorchdorf-Einsiedling, Pettenbach und Kremsmünster bis nach Bad Hall säumen viele schöne Panoramablicke auf das Alpenvorland und die dahinterliegenden Bergriesen.

Extra-Tipp: Nach drei Tagen auf den Radln gibt's am Abend Erholung für die Wadln! In der Therme Mediterrana entspannen wohltuendes Thermalwasser, zahlreiche Saunen und himmlische Massagen die müden Muskeln. Nicht weniger ein Hochgenuss: die einzigartige Lage des Thermenbetriebes am Rande des 34 ha großen Kurpark von Bad Hall.

Etappe 4: Von Bad Hall nach Großraming
Dauer: 5,15 Stunden
Länge: 72 km
Höhenmeter: 750
Vorbei an stattlichen Vierkanthöfen, tiefen Wäldern, blühenden Wiesen und saftigen Weiden führt diese Etappe zunächst weiter durch das aussichtsreiche Alpenvorland. Kurz vor Steyr heißt es dann aber in Richtung Nationalpark Kalkalpen abbiegen. Von nun an geht's nicht nur bergauf, sondern auch immer am Ufer der Enns entlang.

Extra-Tipp: Bei dieser "Über-Drüber-Landpartie" darf ein Zwischenstopp bei mindestens einem der vielen Mostheurigen nicht fehlen! Sie sind typisch für die Region und verwöhnen mit köstlichen Schmankerln und natürlich auch mit kühlem Most.

Etappe 5: Von Großraming nach Windischgarsten
Dauer: ca. 6,5 Stunden
Länge: 58 km
Höhenmeter: 1.200

Der Hintergebirgs-Radweg führt mitten durch den Nationalpark Kalkalpen in die Urlaubsregion Pyhrn-Priel. Das Besondere an dieser Strecke: Geradelt wird dort, wo einst die alte Waldbahn unterwegs war. Auf dem Weg entlang der alten Schienenstrecke passiert man sogar einige beleuchtete Tunnel!

Extra-Tipp: Die Nationalpark-Almen hoch oben am Hengstpass sind bekannt für ihre erstklassigen Jausen mit Produkten aus heimischer Landwirtschaft! Beim Tagesproviant darf also ruhig ein bisschen gespart werden – auch wegen der vielen Höhenmeter am heutigen Tag …

Etappe 6: Von Windischgarsten nach Steyr
Dauer: ca. 6,5 Stunden
Länge: 82 km
Höhenmeter: 860

Die Schlussetappe hat es mit 82 km Länge und jede Menge Höhenmetern noch einmal so richtig in sich! Von Windischgarsten geht es durch das idyllische Rettenbachtal nach St. Pankraz, wo der Nationalpark-Kalkalpen-Radweg auf den Steyrtal-Radweg wechselt. Dem Flussverlauf folgend, fahren wir vorbei am Stausee Klaus zurück nach Steyr.

Extra-Tipps: Unbedingt Schwimmsachen einpacken! Am Ufer vom Stausee Klaus locken nämlich jede Menge lauschige Badestellen und Rastplätze. An allen Wochenenden und Feiertagen zwischen Mai und Oktober kann die Strecke zurück nach Steyr übrigens auch mit dem Rad-Shuttle-Bus zurückgelegt werden. Müde Pedalritter buchen Ihr Ticket vorab unter www.radshuttle.at.

Zusatzetappe: Von Windischgarsten nach Hinterstoder
Dauer: ca. 4,45 Stunden
Länge: 59 km
Höhenmeter: 670

Wer gar nicht genug vom Radeln kriegt, kann zwischen den Etappen 5 und 6 noch eine Extratour in der Urlaubsregion Pyhrn-Priel drehen. Statt direkt von Windischgarsten nach Steyr zu radeln, fährt man dafür morgens einfach nach Hinterstoder weiter. Nach einer Übernachtung im Weltcup-Dorf führt der Weg dann am nächsten Tag talauswärts nach St. Pankraz. Von dort geht's, so wie in Etappe 6 beschrieben, zurück nach Steyr.

Extra-Tipp: Bei mehr als 180 Beherbergungsbetrieben in der Urlaubsregion Pyhrn-Priel ist die Pyhrn-Priel AktivCard bereits bei einer Übernachtung inkludiert. Mit ihr sind zahlreiche Angebote, wie z.B. Museums- und Strandbadeintritte oder die  Benutzung der Bergbahnen kostenlos.

Fahrradfreundliche Betriebe
Unter dem Namen "Fahrradfreundliche Betriebe Traunviertel" haben sich 46 Hotels, Pensionen, Apartment- und Privatzimmervermieter zusammengeschlossen. Sie bieten Bike-Urlaubern nicht nur komfortable Übernachtungsmöglichkeiten und ein attraktives kulinarisches Angebot, sondern stellen darüber hinaus auch Werkzeug für kleinere Reparaturen, abschließbare Fahrradräume sowie umfangreiches Info- und Kartenmaterial zu Verfügung. Hier findet sich eine Liste der teilnehmenden Betriebe.